dumme-gedankenwenn dich das Leben ankotzt, kotz zurück

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*meine one-shots

:::...As days fade and nights grow...:::

und dann mal wieder ein neuer one-shot von mir...
ich weiß nicht, vielleicht ein wenig kurz, vielleicht ein wenig komisch... ich weiß es nicht...
aber es wäre lieb, wenn jemand etwas dazu schreiben würde...





:::...As days fade and nights grow...:::



Regen fällt.
Es ist grau.
Schon seid Tagen.
Ich sitze da und starre auf die Fensterscheibe, an der die Regentropfen hinunterlaufen.
Schon seid Tagen.
Der Regen wird stärker, das Prasseln lauter.
Ich blinzele nur. Verfolge weiter, wie die Regentropfen ihre Reise vom Himmel an meiner Fensterscheibe beenden…
Man könnte mein Leben mit dem eines Regentropfens vergleichen!
Ich war auf meiner Reise vom Himmel.
Im freien Fall.
Und jetzt bin ich angekommen!
In der Hölle… am Tiefpunkt… da, wo ich nie hinwollte…
Das Ende der Reise war so abrupt wie das Zerschellen der Tropfen!
Wie über Nacht sind sie alle aus meinem Leben verschwunden! Haben mich allein gelassen, und auf unwirkliche Weise mein Leben mitgenommen… mich zu einem zerschellten Tropfen gemacht…
Jetzt bin ich allein.
Für immer!
Fühle mich so vollkommen leer und antriebslos!
Vorher hat es mir nie etwas ausgemacht, allein zu sein.
Denn ich wusste es geht vorbei!
Das hier wird nicht vorbei gehen!
Nie wieder!
Es ist nur dieses Wissen, das das Gefühl vom Alleinsein um 180 Grad dreht…
Dieses für immer, diese Worte die so wehtun…
Der Regen hört nicht auf.
Schon seid Tagen.
Ich frage mich, wie viele Tränen der Himmel noch vergießen will! Vergießen kann…
Ich beneide ihn!
Denn ich kann das nicht mehr! Ich kann nicht mehr weinen!
Schon seid Tagen.
Ich fühle noch diesen Kloß im Hals, dieses beklemmende Gefühl der Hilflosigkeit… Aber keine Träne fließt mehr!
Ich habe noch dieses Bedürfnis zu schreien, die Ketten zu sprengen, die sich schmerzhaft um mein Herz legen… Aber es kommt kein Ton mehr über meine Lippen!
Und so werden die Schmerzen von Tag zu Tag dumpfer. Unwirklicher.
Aber das macht sie nicht besser!
Was wird es besser machen?
Was wird mir mein Leben zurückgeben, mich neu füllen?
Wenn ich ehrlich zu mir bin, dann weiß ich- nichts!
Ich kann nicht mehr zurück!
Niemals!
Die Reise ist vorbei.
Meine Seele leer.
Schon seid Tagen…
9.12.06 23:09


°dream to make believe°

ein neuer one-shot...


(lyrics taken by armor for sleep - dram to make believe)


°dream to make believe°


Ich sitze auf einer Bank im Freien. Die Sonnenstrahlen, die um diese Zeit besonders intensiv sind, umspielen mich sanft und ich lasse meinen Kopf ein wenig nach hinten sinken.
Ich weiß, dass du gleich herauskommen wirst und es bereitet mir ein aufregendes Kribbeln in der Magengegend.
Es ist eine Mischung aus Erwartung, Vorfreude und Angst…
Und dann geht die große Flügeltür auf und du kommst heraus.
Die Sonne scheint dir ins Gesicht und kitzelt deine weichen Gesichtszüge, die für mich das Schönste auf der Welt sind…
Dein Lachen klingt wie Musik in meinen Ohren und ich bin gefesselt von deinem strahlenden Anblick!
Du wirfst mir einen Blick zu, ganz kurz, und er bedeutet mir die Welt…
Für einen kurzen Moment wird mir ganz warm ums Herz! Allein dich anzusehen macht mich so glücklich!
Doch sobald du vorbei bist, ist es, als würde ich mit einem dumpfen Aufprall wieder in der Realität landen! Dein Glanz ist verschwunden und ich werde wieder von dieser kalten Leere erfüllt…
Denn ich weiß, dass du nie zu mir gehören wirst…



It's funny how things work out



Seid ich denken kann, ist immer alles schief gelaufen! Es scheint, als könnte ich nicht anders, als es falsch zu machen!
So scheint es nur richtig, dass ich mein Herz an jemanden verschenke, der mir nie etwas davon zurückgeben wird, was ich fühle…




The ones we need don't know we're there




Es gibt so viele Leute, die mir egal sind! Die mir nicht annähernd so viel bedeuten wie du…
Und die täglich an meiner Seite sind…
Nur der, den ich wirklich brauche, der ist weit weg, und weiß vielleicht nicht einmal, dass es mich gibt! Registriert mich nicht…



If I were sand and you were oceans,
the moon would be why you’re pulled to me




Wenn, wenn…
Wäre nicht alles so, wie es jetzt ist, wäre es besser!
Doch es ist SO!
Und die Geschichten in meinem Kopf können dies nur für einen kurzen Moment wieder gut machen!



I wake up and think dreams are real



Manchmal wache ich auf und habe für einen kurzen Moment das Gefühl, dass es so sein könnte, wie ich es mir wünsche. Doch es dauert nicht lange, bis die Realität mich wieder einholt, und mir zeigt, was wirklich ist…



I sleep so I don't have to feel,



Nur wenn ich schlafe, habe ich die Chance, wirklich glücklich zu sein! Denn erst wenn ich wieder aufwach sehe ich die Wahrheit:



the truth that you can never be
the one person that won't ever forget me




Niemals wird es so sein wie in meinen Träumen! Niemals wirst du mich wirklich sehn!
Irgendwann gehst du weg von hier, verschwindest, und ich werde dich nie wieder sehn! Und du wirst nicht wissen, dass du jemanden zurückgelassen hast, für den du die Welt bist…



I hope that dreams come when I die



Die letzte Hoffnung, die mir bleibt, ist der Tod- der ewige Traum…
Es hat lange gedauert, aber langsam beginne ich, einzusehen, dass ich vorher nicht mit dir zusammen sein kann!



So we could talk I won't wake up



Und die Aussicht auf meinen letzten wunderbaren Traum ist wundervoll!
Ich könnte die ganze Zeit bei dir sein, ununterbrochen, immer träumen… Nie wieder würdest du verschwinden, weil ich nicht mehr aufwachen werde…



I'll ask how your life worked out,
I'll never know that I'm just dreaming




Ich könnte glücklich sein und niemals würde ich erfahren, dass alles nur ein Traum ist!
Nie wieder würde ich aufwachen und bittere Tränen weinen, weil du in Wirklichkeit nicht bei mir bist…



I wake up and think dreams are real



Bis dahin werde ich immer wieder aufwachen müssen…



I sleep so I don't have to feel,



Mich immer wieder in meine Scheinwelt flüchten…



But you thought you could never be,
The one person that won't ever forget me




Denn solange ich lebe, kann es nie sein, wie in meinen Träumen…



Let me sleep some more.


Ich hör dich flüstern und du hörst mich nicht mal schreien...
19.11.06 17:07


°fortfarande°



Unruhig wiege ich in meinem Schaukelstuhl hin und her und lasse das regelmäßige Quitschen auf mich einwirken.
Heute ist wieder einer dieser Tage, an denen ich nur an dich denken kann!
Ich will es nicht, und doch taucht dein Bild ständig in meinem Kopf auf und zieht die Schlinge fester um mein Herz.
Nach all den Wochen liebe ich dich immer noch so sehr! Ich kann mich selbst nicht verstehen, aber es vergeht kein Tag, an dem ich nicht aufwache und mich frage, warum du mich nicht liebst!
Warum du mich hasst…
Wir waren die besten Freunde, wie Pech und Schwefel. Du warst mir so wichtig und von Tag zu Tag mischte sich ein neues Gefühl zwischen die freundschaftliche Liebe… Doch kaum hatte ich mir eingestanden, dass ich mich in dich verliebt hatte, kam dieser riesige Streit! Ich weiß nicht mal mehr, worum es ging…
Doch es war schrecklich, und es war das Ende!
Seitdem haben wir nie wieder miteinander gesprochen! Kein Wort!
Wir gehen jetzt auf verschiedene Schulen und ich habe dich seid 2 Monaten nicht mehr gesehn.
Doch auf unerklärliche Weise, hast du noch immer einen so großen Platz in meinem Herzen, dass es brennt wie Feuer! Jeden Tag aufs Neue! Ich weiß, dass ich dich einfach vergessen sollte, doch das kann ich nicht. Es geht einfach nicht!

Abrupt unterbreche meine monotone Bewegung und stehe auf. Ich wollte doch nicht an dich denken und jetzt sitze ich hier und das Einzigste, was in meinem Kopf ist, bist du! Muss ich mir denn so wehtun?
Ich werde mich jetzt ablenken!
Dich aus meinem Kopf vertreiben!
Kurzerhand entscheide ich mich fürs Aufräumen…
Doch schon nach wenigen Minuten fällt mir etwas in die Hände, was mir ein unangenehmes Magenkribbeln bereitet…
Es ist ein zerknitterter Briefumschlag. Weiß. Ohne Beschriftung. Dein Brief!
Am Morgen nach unserem Streit hast du ihn mir in die Hand gedrückt. Ohne ein Wort zu sagen und mit versteinertem Gesicht.
Ich war so schrecklich wütend! Du hattest mir so viele gemeine Sachen an den Kopf geworfen, mir für alles die Schuld gegeben und still unser Band durchtrennt!
Was interessierte mich jetzt noch ein Blatt Papier von dir?
Schnaubend hatte ich den Brief in meinen Kleiderschrank verbannt, mit der Vornahme, ihn nie wieder herauszuholen, ihn nie zu öffnen!
Völlig perpelx starre ich jetzt auf den Umschlag in meinen Händen. Ich habe ihn völlig vergessen!
Und jetzt kochen die Erinnerunge brutal real in mir hoch und es ist, als würde dein Geruch noch immer an dem Papier haften! Tränen steigen mir in die Augen und ich knülle das Papier fest in meinen Händen zusammen.
Ich bin versucht, den Brief einfach zu zerreißen!
Ihn einfach wieder zu vergessen und damit den nächsten Schritt gehen, dich zu vergessen.
Doch gleichzeitig bin ich schrecklich neugierig! Ich weiß, dass es mich wahrscheinlich noch viel mehr verletzten wird, zu lesen, was du geschrieben hast, doch ich will einfach wissen, was du mir noch alles vorwerfen wolltest!
Mit zitternden Fingern reiße ich den Umschlag auf und falte das schneeweiße Blatt auf.
Allein der Anblick deiner Schrift lässt einen großen Kloß in meinem Hals entstehen und ich muss mich sehr konzentrieren, lesen zu können.


Es tut mir Leid!
Es tut mir furchtbar Leid!
Ich kann selbst nicht begreifen, was mit mir los war, als ich dir so viele Vorwürfe gemacht habe! Es war doch alles dumm, was ich da gesagt habe! Kein Wort war ernst gemeint!
Ich bin einfach so schrecklich aufgewühlt!
Denn auch, wenn du es vielleicht nicht glaubst, ich habe mich in dich verliebt!
Ich weiß einfach nicht, wie ich damit umgehen soll und vielleicht ist unser Streit deswegen so eskaliert!
Vielleicht habe ich die Schuld bei dir gesucht, weil es doch nicht geht, dass ich mich in dich verliebt habe, wir sind doch beste Freunde! Aber das ist natürlich Unsinn, was kannst du denn dafür??
Ich verstehe mich selbst nicht, aber ich möchte, dass du wenigstens verstehst, dass nichts von alledem Ernst gemeint war und dass ich dich liebe!
Ich hoffe so sehr, dass du mir verzeihen kannst!
Ohne dich kann ich nicht leben!!



Eine heiße Träne rinnt meine Wange hinunter.
Du liebst mich!
Du liebst mich so, wie ich dich liebe!
Du hasst mich nicht!
Und diese wunderbaren Worte haben 2 Monate lang in meinem Schrank gelegen!
Was, wenn ich nicht zufällig wieder darauf gestoßen wäre? Vielleicht hätte ich dann nie erfahren, dass du mich doch liebst!
Ich bin so überwältigt und gleichzeitig so geschockt, dass ich in einen schrecklicken Weinkrampf ausbreche, der erst stoppt, als ich den Brief ein zweites Mal lese und mir bewusst wird, dass ich der glücklichste Mensch der Welt bin.
Schnell wische ich mir die Tränen weg und greife nach dem Telefon auf meinem Schreibtisch. Ich kann deine Nummer noch immer auswendig und tippe sie mit bebenden Fingern ein.
Das Freizeichen dröhnt in meinem Kopf und ich hoffe nur, dass du jetzt gleich rangehst und die Worte von deinem Brief noch immer Bedeutung haben! Dann wird alles gut! Dann ist dieser Albtraum endlich vorbei und ich kann dich in die Arme schließen, so wie ich es mir Tag für Tag gewünscht habe!
Endlich hebt jemand ab.
Es ist deine Mutter und ich frage mit vor Glück überquellender Stimme, ob ich dich sprechen kann.
Doch sie antwortet mit brüchig: „Du hast es wohl noch nicht gehört… Er hat sich letzte Woche umgebracht!“
3.10.06 23:05


Mh, hier sind 2 one-shots, die ich geschrieben habe...
naja, ich kann selbst schlecht beurteilen, wie sie sind, also bitte ich um ehrliche kritik!





[°somewhere°]

Langsam kriecht die Kälte des Fenstersimses meine Glieder hinauf und breitet sich in meinem Körper aus.
Doch ich verlasse meinen Platz am Fenster nicht und lausche weiter dem Regen, der sanft gegen die Scheibe prasselt.
Draußen ist es dunkel, und nur das Glühen der Zigarette in meiner Hand spendet ein wenig Licht. Gerade genug, um das Foto auf meinen Knien erkennen zu können.
Es tut weh, es anzusehen, doch ich kann meinen Blick nicht davon abwenden! Es ist wie ein Zwang, mir anzusehen, wie glücklich wir mal waren! So als wollte ich mich in einer Traumwelt verstecken…
Auf dem Foto lächeln wir ehrlich- sind glücklich…
Doch schon wenige Monate später ist es passiert, da ist es zerbrochen
- das Band unserer Freundschaft,
das mal das Wichtigste in unserem Leben war...
Ich weiß nicht genau, was passiert ist, aber von Tag zu Tag wurde es schlimmer! Das Vertrauen und die Nähe, die uns verbunden haben, lösten sich immer weiter auf, machten uns zu geschiedenen Personen!
Mit jedem Wort, das du sprachst, wurde deine Stimme kühler!
Und die Kälte, die du mir entgegengebracht hast, ließ mein Herz Stück für Stück mehr gefrieren! Bedrohlich kalt schlägt es nun seinen dumpfen Takt in meiner Brust...
Die Erkenntnis, dass nun alles vorbei sein soll trifft mich schwer!
Es tut zu weh, als dass ich es als real empfinden könnte!
Und doch weiß ich zu genau, dass das hier mehr als nur ein böser Alptraum ist…
Ich muss mir eingestehen, dass ich einfach zu naiv war, als ich tatsächlich glaubte, dass das ´Best friends 4-ever´, das wir uns in der 4ten Klasse gegenseitig in die kleinen Poesiebücher malten, wirklich eine Bedeutung hatte! Jahrelang habe ich geglaubt, dass uns nichts trennen kann!
Doch was ist schon der Glaube und die Hoffnung eines kleinen Lichts wie mir?
Ich muss es einsehen, muss damit klarkommen, dass unsere Freundschaft zersplittert ist wie dünnes Glas!
Die Scherben sammeln sich bei mir, du hast sie achtlos beiseite gefegt, nicht einmal einen Blick zurückgeworfen! Du vermisst mich kein Stück, hast einfach weitergemacht mit deinem Leben, das längst nicht mehr dein Leben ist...
Denn irgendwo wo auch unsere Freundschaft kaputtging,
dort verlorst du auch dein Ich!
Von Tag zu Tag sind deine Ideale mehr verloren gegangen! Erstickt in den neuen Wertvorstellungen, der Welt, die so gar nicht zu dir passt…
Und doch fügst du dich so perfekt in das Bild, dass man nicht ahnt, was du früher mal gewesen bist, und dass die Leute, die nun keinen Platz mehr in deinem Leben haben, früher mal wirklich wichtig für dich waren! Nicht mal du selbst merkst, dass du dich früher dafür verachtete hättest, was du jetzt tust!
Es ist traurig, was aus dir geworden ist!
Dass sich ein Mensch so verändern kann…
Ich könnte weinen, weil ich in deinem neuen Leben keinen Platz mehr habe, und weil ich dein altes Ich so sehr vermisse! Doch meine Tränen sind erschöpft und nun kann ich nur noch zusehen, wie der Mensch, den ich so sehr geliebt habe, sich immer mehr in Luft auflöst!
Du fällst…
Ich falle…
Denn ich bin einsam ohne dich!
Doch du fällst, weil du nicht merkst, dass du einsam bist!
Welcher Aufprall wird härter sein?
5.9.06 18:11


#...zu spät...#

„Es ist vorbei!“ Meine Gedanken kreisen nur um diesen einen Satz. Unsicher und brüchig hast du ihn hervorgebracht. Doch jedes einzelne Wort tat unendlich weh!
„Ich habe zu viel Stress, das klappt einfach nicht mehr!“ Mit dieser dummen Begründung hast du mich abgespeist. Nach 2 Jahren! Den 2 schönsten Jahren meines Lebens…
Ich kann es immer noch nicht begreifen, verstehe dich nicht! Wir hätten das geschafft, da bin ich mir sicher! Haben wir nicht immer alles geschafft?
Doch du glaubst nicht mehr daran! Hast unseren Traum aufgegeben! Vor 3 Tagen hast du die Seifenblase offiziell zerplatzen lassen, hast mein Herz zerspringen lassen, wie dünnes Glas!
Und jetzt sitze ich hier. An unserem Platz. Wo wir so viel erlebt haben… Immer mit dem wunderschönen Rauschen der Blätter im Ohr… Das gleiche Rauschen schwirrt auch jetzt durch die Luft, doch wenn du nicht an meiner Seite bist, ist es nicht das Gleiche! Es klingt höhnisch und die Erinnerungen, die es mit sich bringt tuen weh!
Immer wieder wird mir schmerzlich bewusst, dass ich deine Liebe nie wieder spüren werde! Dass du all unsre Momente vergessen hast und unsere Liebe für den Erfolg wegwirfst!

Wann hast du aufgehört mich zu lieben? Was habe ich falsch gemacht?
Wenn dir wirklich etwas an mir läge, dann hättest du mehr gekämpft, dann hätten wir es geschafft! Doch es liegt dir nichts mehr an mir, du hast dich nicht gemeldet, um alles wieder rückgängig zu machen...

Mein Blick fällt auf die beiden Buchstaben, die mühsam in die Rinde der großen Eiche vor mir eingeritzt sind. Es sind unsere Buchstaben, ein Zeichen unserer Liebe… Wie lächerlich, wie verlogen! Was ist denn daraus geworden? Aus unserer ´Liebe´ ? Nichts!
Eine heiße Träne kullert meine Wange hinunter. Warum tut es nur so weh an dich zu denken?
Seid 72 Stunden kann ich keinen klaren Gedanken mehr fassen, weil der Schmerz mich auffrisst! Soll das jetzt ewig so weitergehn? Soll ich im Meer meiner Tränen ertrinken?
Nein! Es soll nicht so weitergehn…
Von leisem Schluchzen geschüttelt wühle ich in meiner Hosentasche und ziehe ein schwarzes Messer hervor. Ich klappe es auf und betrachte die funkelnde Klinge, die mir verführerisch entgegenblitzt. Eigentlich habe ich nicht mehr groß zu überlegen, denn meinen Entschluss habe ich schon zu Hause gefasst. Warum sonst habe ich das große Klappmesser mit in den Wald genommen?
Ich sehe mich noch einmal um. Provozierend blüht und sprießt alles, als wollte man mir beweisen, wie toll es sein kann. Doch für Beweise ist es zu spät- ich halte es nicht mehr aus! Hier hält mich nichts mehr!
Die Dinge, die mal wichtig für mich waren, bedeuten mir jetzt nichts mehr! Denn ohne dich sind sie nichts wert! Ein Leben ohne dich ist nichts wert...
Langsam setzte ich das scharfe Messer an meinem Arm an und drücke es fest in mein Fleisch, während die Tränen unaufhaltsam über mein Gesicht rinnen. Und schon als das erste Stück Haut durchtrennt wird merke ich, dass es mich befreit! Warmes Blut quillt aus dem Einschnitt hervor und breitet sich nach links und rechts aus. Lächelnd setzte ich zum nächsten Schnitt an und dann zum nächsten und nächsten… Es ist wie Salbe auf die Wunde in meinem Herzen und es ist mein Todesurteil...
Irgendwann fällt mir das Messer aus der Hand. Ich habe zu viel Blut verloren... Zu viel um weiterzuleben... Glücklich lasse ich mich nach hinten fallen. Bald ist es vorbei!
Ich merke, wie das Blut aus meinem Arm läuft und wie mit ihm mein Lebensgeist schwindet. Es wird kalt und verschwommen…
Doch auf einmal mischt sich ein anderes Geräusch unter das Rauschen der Blätter! Es sind hastige Schritte auf dem Waldboden, die das Laub aufwirbeln. Und ich weiß genau wem diese Schritte gehören… Mein Atem wird immer schwerer und langsamer und die Geräusche deiner Schuhe auf dem Boden werden immer verzerrter… Kurz bevor der immer unregelmäßiger werdende Rhythmus meines Herzens endgültig aussetzt, höre ich deine verzweifelte Stimme dicht neben mir. „Ich war dumm! Ich meinte es nicht so! Ich liebe dich doch und ich will mit dir zusammensein!“ Fest drückst du meine Hand. Doch ich kann den Druck nicht mehr erwidern, denn eine tiefe dunkle Schwärze schließt mich ein! Est ist vorbei, du bist zu spät…
5.9.06 18:12





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