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°fortfarande°



Unruhig wiege ich in meinem Schaukelstuhl hin und her und lasse das regelmäßige Quitschen auf mich einwirken.
Heute ist wieder einer dieser Tage, an denen ich nur an dich denken kann!
Ich will es nicht, und doch taucht dein Bild ständig in meinem Kopf auf und zieht die Schlinge fester um mein Herz.
Nach all den Wochen liebe ich dich immer noch so sehr! Ich kann mich selbst nicht verstehen, aber es vergeht kein Tag, an dem ich nicht aufwache und mich frage, warum du mich nicht liebst!
Warum du mich hasst…
Wir waren die besten Freunde, wie Pech und Schwefel. Du warst mir so wichtig und von Tag zu Tag mischte sich ein neues Gefühl zwischen die freundschaftliche Liebe… Doch kaum hatte ich mir eingestanden, dass ich mich in dich verliebt hatte, kam dieser riesige Streit! Ich weiß nicht mal mehr, worum es ging…
Doch es war schrecklich, und es war das Ende!
Seitdem haben wir nie wieder miteinander gesprochen! Kein Wort!
Wir gehen jetzt auf verschiedene Schulen und ich habe dich seid 2 Monaten nicht mehr gesehn.
Doch auf unerklärliche Weise, hast du noch immer einen so großen Platz in meinem Herzen, dass es brennt wie Feuer! Jeden Tag aufs Neue! Ich weiß, dass ich dich einfach vergessen sollte, doch das kann ich nicht. Es geht einfach nicht!

Abrupt unterbreche meine monotone Bewegung und stehe auf. Ich wollte doch nicht an dich denken und jetzt sitze ich hier und das Einzigste, was in meinem Kopf ist, bist du! Muss ich mir denn so wehtun?
Ich werde mich jetzt ablenken!
Dich aus meinem Kopf vertreiben!
Kurzerhand entscheide ich mich fürs Aufräumen…
Doch schon nach wenigen Minuten fällt mir etwas in die Hände, was mir ein unangenehmes Magenkribbeln bereitet…
Es ist ein zerknitterter Briefumschlag. Weiß. Ohne Beschriftung. Dein Brief!
Am Morgen nach unserem Streit hast du ihn mir in die Hand gedrückt. Ohne ein Wort zu sagen und mit versteinertem Gesicht.
Ich war so schrecklich wütend! Du hattest mir so viele gemeine Sachen an den Kopf geworfen, mir für alles die Schuld gegeben und still unser Band durchtrennt!
Was interessierte mich jetzt noch ein Blatt Papier von dir?
Schnaubend hatte ich den Brief in meinen Kleiderschrank verbannt, mit der Vornahme, ihn nie wieder herauszuholen, ihn nie zu öffnen!
Völlig perpelx starre ich jetzt auf den Umschlag in meinen Händen. Ich habe ihn völlig vergessen!
Und jetzt kochen die Erinnerunge brutal real in mir hoch und es ist, als würde dein Geruch noch immer an dem Papier haften! Tränen steigen mir in die Augen und ich knülle das Papier fest in meinen Händen zusammen.
Ich bin versucht, den Brief einfach zu zerreißen!
Ihn einfach wieder zu vergessen und damit den nächsten Schritt gehen, dich zu vergessen.
Doch gleichzeitig bin ich schrecklich neugierig! Ich weiß, dass es mich wahrscheinlich noch viel mehr verletzten wird, zu lesen, was du geschrieben hast, doch ich will einfach wissen, was du mir noch alles vorwerfen wolltest!
Mit zitternden Fingern reiße ich den Umschlag auf und falte das schneeweiße Blatt auf.
Allein der Anblick deiner Schrift lässt einen großen Kloß in meinem Hals entstehen und ich muss mich sehr konzentrieren, lesen zu können.


Es tut mir Leid!
Es tut mir furchtbar Leid!
Ich kann selbst nicht begreifen, was mit mir los war, als ich dir so viele Vorwürfe gemacht habe! Es war doch alles dumm, was ich da gesagt habe! Kein Wort war ernst gemeint!
Ich bin einfach so schrecklich aufgewühlt!
Denn auch, wenn du es vielleicht nicht glaubst, ich habe mich in dich verliebt!
Ich weiß einfach nicht, wie ich damit umgehen soll und vielleicht ist unser Streit deswegen so eskaliert!
Vielleicht habe ich die Schuld bei dir gesucht, weil es doch nicht geht, dass ich mich in dich verliebt habe, wir sind doch beste Freunde! Aber das ist natürlich Unsinn, was kannst du denn dafür??
Ich verstehe mich selbst nicht, aber ich möchte, dass du wenigstens verstehst, dass nichts von alledem Ernst gemeint war und dass ich dich liebe!
Ich hoffe so sehr, dass du mir verzeihen kannst!
Ohne dich kann ich nicht leben!!



Eine heiße Träne rinnt meine Wange hinunter.
Du liebst mich!
Du liebst mich so, wie ich dich liebe!
Du hasst mich nicht!
Und diese wunderbaren Worte haben 2 Monate lang in meinem Schrank gelegen!
Was, wenn ich nicht zufällig wieder darauf gestoßen wäre? Vielleicht hätte ich dann nie erfahren, dass du mich doch liebst!
Ich bin so überwältigt und gleichzeitig so geschockt, dass ich in einen schrecklicken Weinkrampf ausbreche, der erst stoppt, als ich den Brief ein zweites Mal lese und mir bewusst wird, dass ich der glücklichste Mensch der Welt bin.
Schnell wische ich mir die Tränen weg und greife nach dem Telefon auf meinem Schreibtisch. Ich kann deine Nummer noch immer auswendig und tippe sie mit bebenden Fingern ein.
Das Freizeichen dröhnt in meinem Kopf und ich hoffe nur, dass du jetzt gleich rangehst und die Worte von deinem Brief noch immer Bedeutung haben! Dann wird alles gut! Dann ist dieser Albtraum endlich vorbei und ich kann dich in die Arme schließen, so wie ich es mir Tag für Tag gewünscht habe!
Endlich hebt jemand ab.
Es ist deine Mutter und ich frage mit vor Glück überquellender Stimme, ob ich dich sprechen kann.
Doch sie antwortet mit brüchig: „Du hast es wohl noch nicht gehört… Er hat sich letzte Woche umgebracht!“
3.10.06 23:05
 


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